Unser Genosse Deniz K. vorläufig in Freiheit!

Deniz K.: Ich werde auch weiterhin gegen Faschismus und Kapitalismus kämpfen.
Am Freitag, den 05.07.13 wurde unser Genosse Deniz K. nach fast 15 Monaten aus der Untersuchungshaft in der JVA Nürnberg entlassen. Zunächst auf 2,5 Jahre Knast verurteilt wurde jedoch dem Revisionsantrag der beiden Anwälte von Deniz stattgegeben.

Die GenossInnen von „Rebell“ fragten Deniz bei einem kurzen Interview am Samstag:

Wie war die Zeit für Dich im Gefängnis?

Deniz K: „Die Zeit dort war natürlich schwer. Aber durch die viele Solidarität, die ich bekommen habe, zum Beispiel die vielen Briefe, Bilder oder von Aktionen, die ich mitbekommen habe, wurde das Leben dort einfacher. Wenn ich das mit anderen Gefangenen vergleiche, war es doch anders für mich, da ich Unterstützung von außen hatte. Wenn wir unsere Leute in den Gefängnissen nicht unterstützen, gehen sie dort auch kaputt. Das ist sowohl emotional aber auch politisch unbedingt notwendig die Leute zu unterstützen. Ich möchte mich auch bei allen für die Solidarität bedanken. Es ist wichtig, dass wir jetzt weiter machen. Ich werde auch weiter gegen Faschismus und den Kapitalismus aktiv sein. Wir dürfen uns von diesen Repressionen nicht einschüchtern lassen. Das ist ja auch das Ziel des Ganzen: Dass, wenn man einen einschüchtert, dann viele schweigen oder Angst haben. Aber das sollten wir umdrehen, weiter kämpfen und die Angst in Stärke verwandeln.“

Ein Young Struggle Genosse aus Nürnberg dazu:
Wir freuen uns Deniz wieder in unseren Reihen zu haben. Deniz hat unsere Erwartungen erfüllt und sich nicht von Knast und Repressionen einschüchtern oder gar brechen lassen.
Dennoch sind noch viele weitere unserer GenossInnen in den Knästen Europas, der Türkei und in Nordkurdistan in Haft. Die Gefangenen in den Knästen und uns „hier draußen“ verbindet der gemeinsame Kampf und eine Sturheit diesen Weg bis zum Ende zu gehen, der seinesgleichen sucht. Trotz Folter und Mord, trotz all der Repressionen. Jedes der Angriffe ob von staatlicher oder anderer Seite hat uns bisher nur stärker gemacht. Diese Erfahrung haben wir in der Vergangenheit gemacht und machen sie auch heute in der Gegenwart noch.
Der Prozess gegen Deniz war nicht das erste gegen eines unserer Aktivisten und wird mit Sicherheit auch nicht der letzte gewesen sein. Aktuell laufen groß angelegte Operationen durch Erdogans AKP Regierung gegen unsere Schwesterorganisation in der Türkei. Wir werden uns auch hiervon nicht einschüchtern lassen.
Bei uns sagt man dazu: „Umut dimdik ayakta“ und genauso machen wir weiter. Voller Hoffnung und Kampfgeist. Für den Kommunismus!