Hier finden sich Fotos und Berichte über die Solidaritätsaktionen, die bislang gelaufen sind. Wenn eure nicht dabei ist, schreibt uns bitte
Es gab bislang Aktionen in: Ludwigshafen, Duisburg, Nürnberg, Paris, Essen, London, Stuttgart, Berlin, Bühl, Velbert, Kirchheim Teck, Hamburg, Karlsruhe, Fürth, Russland, Belarus, Köln, Wien, Brüssel, Bern, Heidelberg, Kiew, Ulm, Mannheim, Kroatien, Serbien, Aachen, Rotterdam, Basel, Leipzig, Den Haag, Hamm, Riga, Zürich, München, Frankfurt/M.

05.05. | Feuer und Flamme der Repression

Im Harz entstand jüngst dieses Graffiti. Damit senden wir solidarische Grüße an alle, die den Repressionen dieses Staates ausgesetzt sind.

Sei es Deniz aus Nürnberg, der für seine politischen Aktivitäten im Knast sitzt oder sei es Sybille, die dafür eingesperrt wurde, dass sie im Prozess gegen Sonja und Christian keine Aussage tätigt. An allen Ecken und Enden versucht der Staat linke Strukturen zu kriminalisieren und zu bekämpfen, was zum Beispiel auch im nicht weit vom Harz entfernten Magdeburg der Bullenterror gegen das soziale Zentrum und Aktivist_innen gezeigt hat.

Egal wen es trifft – gemeint sind wir alle.

Für einen heißen Sommer!
5 Finger sind ´ne Faust!

20.04. | Bundesweiter Deniz-Aktionstag in Duisburg

Diesen Monat ist es ein Jahr her, dass der Young Struggle Aktivist und Antifaschist Deniz K. auf einer Demonstration verhaftet wurde. Zwar wurden die Anklagepunkte abgeschwächt, aus mehrfach versuchtem Todschlag mit einer Fahnenstange versuchte Körperverletzung gemacht, aber obwohl klar ist, dass die Polizei beispielsweise Akten gefälscht hat, sitzt der Genosse immer noch in Untersuchungshaft. Weil ein Jahr U-Haft für einen Unschuldigen zu viel ist, und weil trotz der Repressionen von staatlicher Seite weiter gekämpft werden muss, fand am 20. April der bundesweite Deniz-Aktionstag statt.

Wir als Rote Antifa beteiligten uns an einer von Young Struggle organisierten Demonstration in Duisburg. Etwa 40 Personen nahmen daran teil und zogen bei kämpferischer Stimmung durch die duisburger Innenstadt. Die Demonstration war geprägt von vielen improvisierten Redebeiträgen und vorbereiteten Reden. Auch die Frauenkampf-Organisation Red Struggle hielt einen Redebeitrag über die Situation von Frauen in Gefängnissen weltweit.

Die Repressionen des Staates, die uns Antifaschisten gewidmet sind, werden auch in Zukunft keine Früchte tragen. Nach dem erfolgreichen Aktionstag wird der Widerstand weiter gehen, bis Deniz und jegliche anderen Antifaschisten, die zu unrecht hinter Gitter sitzen, frei sind.

Freiheit für Deniz K.!

20.04. | 1 Jahr U-Haft ist 1 Jahr zuviel: Kundgebungen in Nürnberg

Das erste Jahr der Inhaftierung von Deniz K. ging nicht geräuschlos zuende. Deniz wurde zum Verhängnis, dass Polizist*innen in Ludwigshafen ihn vor einem Jahr ihn als „den mit der Hakennase und den weißen Sohlen an den Schuhen“ erkannt haben wollen, der in Nürnberg auf einer Demo gegen den NSU und den VS eine Stange gehalten haben soll.

In einem Prozess vergangenen Oktober, in dem Polizeizeug*innen Urkundenfälschung, eklakante Zeugenbeeinflussung und eigene massive Gewaltanwendung gegen Demonstrant*innen zugeben mussten, wurde Deniz trotzdem verurteilt. Die Empörung war groß. In Nürnberg fanden sich deshalb heute Protestierer*innen auf Kundgebungen in der Innenstadt und am Knast mit der Aussage „1 Jahr U-Haft ist ein Jahr zuviel!“.

In verschiedenen Redebeiträgen wurde vor allem immer wieder der Skandal thematisiert, dass das Münchner OLG zwar drei der fünf NSU-Angeklagten vor Haft verschont, aber im Fall Deniz – obwohl hier noch auf Revision des BGH angesichts der schlampigen Beweisaufnahme gewartet wird – vergangenen Januar die Haftbeschwerde wegen angeblicher „Fluchtgefahr“ ablehnte.

Sollte in diesem Land nicht endlich ein politisches Klima entstehen, in dem wirkliche Täter*innen, wie die des NSU gehen wollen, weil ihr menschenverachtendes Handeln in der Gesellschaft auf Widerstand stößt? Stattdessen werden Menschen, die sich gegen den NSU-Terror wenden, bis zur eigenen Vernichtung zerstört.

Auf den Nürnberger Kundgebungen wurde auch immer wieder ein Redebeitrag von Deniz´ Mutter verlesen, in dem nachdrücklich darauf hingewiesen wird, wie diese willkürliche Repression die Zukunft und das Leben des 20-jährigen Deniz prägen dürfte.

SPAMNIX.solikomitee-freiheit-fuer-deniz@gmx.de http://denizk.blogsport.de

12.04. | Soliveranstaltung im Linken Zentrum Stuttgart

Foto: Denzinger / www.beobachternews.de
Foto: Denzinger / www.beobachternews.de

Foto: Denzinger / www.beobachternews.de

20.02. | Freiheit für Deno! – Solierklärung für den inhaftierten Antifaschisten Deniz K.

Seit dem 21. April 2012 sitzt der junge Antifaschist Deniz K. in bundesdeutschen Gefängnissen. Der Vorwurf gegen ihn lautete, er habe auf einer Demonstration gegen die Verstrickung des Verfassungsschutz in den NSU am 31.3.2012 in Nürnberg versucht, mit einer Fahnenstange 5 PolizistInnen zu töten.
Konkret wurde ihm vorgeworfen, er habe mit einer Fahnenstange nach PolizistInnen geschlagen, die versuchten in die Demonstration einzudringen.
Dieser angebliche Totschlagversuch fand jedoch nicht einmal Einzug in den Polizeibericht des Tages und noch immer lassen sich keine verletzten BeamtInnen finden. Einen Monat später nahm man Deniz K. auf einer antifaschistischen Demonstration in Ludwigshafen fest und konfrontierte ihn mit dem Vorwurf des versuchten 5-fachen Totschlages.
Am 14. November verurteilte ihn das Landgericht wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollzugsbeamte zu 2 ½ Jahren Gefängnis.

Der letzte Kommentar Deniz’s vor dem Urteil („Bevor sie mich schuldig sprechen, sprechen sie erst einmal die Polizisten für schuldig die auf die Demonstranten eingeschlagen haben.“ ) führt noch einmal die Realität in diesem sogenannten Rechtsstaat vor Augen.
Die staatliche Exekutive begeht permanent Rechtsbruch. Sei es durch das Abfilmen friedlicher Demonstrationen, durch das konstante Einkesseln von DemonstrantInnen wie beispielsweise am 1. Mai in Heilbronn, durch brutale Polizeiübergriffe wie in Göppingen oder eben am 31. März.
Das rechtlich problematische Verhalten der Polizei findet vor Gericht keinen Raum, stattdessen wird gegen jene ermittelt, die sich gegen diese Willkür zu Wehr setzen. Die Justiz stellt der Polizei quasi einen rechtsfreien Raum zur Verfügung und verfolgt deren Gewaltakte zumeist nur, wenn es erheblichen öffentlichen Druck gibt und selbst dann bleiben Verurteilungen eine Seltenheit.

Ein Beispiel hierfür sind die Proteste gegen die „Bürgerbewegung Pax Europa“ am 2. Juni 2011 in Stuttgart. Die rassistische „Bürgerbewegung“ hatte für diesen Tag zu einer Kundgebung aufgerufen, wogegen mehrere hunderte Menschen protestierten. Über 16 von ihnen wurden an diesem Tag verletzt, u.a. mit Kopfwunden und Knochenbrüchen. Die anschließenden Strafanträge der Opfer wurden allesamt von der Staatsanwaltschaft kassiert, welche stattdessen Strafanträge gegen mehrere GegendemonstrantInnen stellte.
Eine Aufarbeitung der Polizeigewalt schien politisch und juristisch ungewünscht, weshalb man der Polizei für diesen Tag pauschal ein Notwehrverhalten zuschrieb. Für Deniz K. gab es diese Verhaltensmöglichkeit nicht.

Diesem Staat geht nicht darum, mit der Justiz, „unabhängig und gerecht“ ein Urteil zu sprechen, sondern mit ihr politisch zu wirken. Mit ihr antifaschistischen, gesellschaftskritischen Protest zu diffamieren und einzuschüchtern. Dafür verurteilte man Deniz.
Für seine Identität als Antifaschist und Kommunist.
Diesen politischen Hintergrund zeigte bereits die realitätsferne Anklageerhebung auf und wurde durch das unverhältnismäßige Urteil, sowie der fehlenden Ermittlungen gegen die Polizei bestätigt. Deniz K. wurde Opfer der bundesdeutschen Gesinnungs- und Klassenjustiz.

Selten war die Parole „Betroffen ist einer, gemeint sind wir alle“ angebrachter.
Aus diesem Grund garantieren wir Deniz K. ob während des Berufungsverfahrens oder einer Haftzeit unsere ungebundene Solidarität. Niemand wird vergessen, Niemand wird alleine gelassen!

Freiheit für alle politischen Gefangenen! Free Deno!

Unterstützt durch:

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart
Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region
Antifaschistische Initiative Leonberg
Antifaschistische Jugend Rems Murr
Halkevi/Volkshaus Kirchheim / Teck
Rems-Murr Nazifrei!
Offenes Antifaschistisches Bündnis Kirchheim / Teck
VVN-BdA, Kreisverband Esslingen
Weiler schaut hin e.V.

26.01. | Transpiaktion in Jena

Transpiaktion Jena

Solidarität gegen staatliche Repression – Nazis in Dresden blockieren!

Freitagmittag wurden in Jena, als Zeichen der Solidarität mit Tim und Deniz, Transparente aufgehängt. Sie machen aufmerksam auf die anstehenden Proteste am 13. Februar in Dresden und die Repression gegen antifaschistisches Engagement.
Seit Jahren marschieren in Dresden jeden Februar, tausende Nazis durch die Stadt. Der Aufmarsch am Wochenende entwickelte sich zu einer der größten Versammlungen von Faschist_innen in Europa. Dies rief immer entschlosseneren Protest hervor. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams, gelang es 2012 schließlich erstmals die Nazis zu blockieren. Der größte Naziaufmarsch Europas scheint Geschichte zu sein. Durch die kontinuierliche überregionale Mobilisierung, durch welche erfolgreiche Blockaden möglich waren, wurde den Nazis dieses Wochenende vorerst genommen.

Doch am 13. Februar, dem Jahrestag des Bombardements auf Dresden, versammeln sich die Nazis weiterhin in der Stadt. An diesem Datum versuchen sie alljährlich die Geschichte zu verdrehen und ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Auch wenn sie unter der Woche nur regional mobilisieren, reicht dies in Sachsen um über 1000 Faschist_innen zu versammeln. Deshalb gilt es auch 2013 nach Dresden zu fahren! Wir wollen den Nazis zu keinem Zeitpunkt die Straße überlassen und uns ihnen entgegenstellen, wo und wann auch immer sie auftreten.

Dem Engagement tausender Antifaschist_innen steht bis heute staatliche Repression entgegen. Immer noch laufen Ermittlungs- und Gerichtsverfahren und noch immer werden neue Strafbefehle erstellt. So wurde jüngst Tim zu 22 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt, weil er durch ein Megaphon „Kommt nach vorne“ gerufen haben soll. Auch Deniz K. wurde im Zuge antifaschistischen Protests zu einer Haftstrafe von zwei einhalb Jahren verurteilt, weil er angeblich Polizist_innen geschlagen haben soll. Wie auch in Tims Prozess sind hier sämtliche Aussagen widersprüchlich und es gibt keine handfesten Beweise dafür, dass Deniz und Tim sich in irgendeiner Weise strafbar gemacht haben könnten. Hiermit sollen Exempel statuiert werden um die Menschen vom antifaschistischen Protest abzuhalten. Die Strafen richten sich gegen Einzelne, aber gemeint sind wir alle!

Für uns steht fest: Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, denn Solidarität ist unsere Stärkste Waffe.

Deshalb, auf nach Dresden!
Antifaschismus ist und bleibt legitim!

http://aajena.noblogs.org/

31.12. | Grußwort von Deniz auf Knastkundgebung in Frankfurt

Das Frankfurter Solikomitee für Sonja und Christian mailte uns mit der Bitte der Unterstützung eines Bündnisaufrufs zur Silvesterknastkundgebung für die Freilassung von Sonja Suder an und wollte uns auch nach Frankfurt einladen. Dieses Anliegen konnte jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem wir uns im alten Jahr gar nicht mehr trafen, von uns nicht mehr verfolgt werden. Also haben die FrankfurterInnen einfach von Deniz selber Grußworte eingeholt: hier das Ergebnis:

An der Kundgebung am Knast Preungesheim nahmen ca. 200 Menschen teil. Bei mildem Wetter startete die Kundgebung vor dem Mutter-Kind-Trakt mit ersten über die Mauer geschossenen Raketen und jeder Menge guter Musik. Weiter ging es mit dem erfreulich lauten Lautsprecherwagen in Richtung U-Haft-Trakt der Frauen. Dort gab es viele Redebeiträge und Grußworte, u.a. einen Beitrag zur Geschichte des Knasts Preungesheim von einer Genossin, die dort mehrere Jahre inhaftiert war und die von Widerstand und Solidarität der Frauen im Knast berichtete. Sie betonte, dass es zwar schwer sei, den Knastalltag gut zu bewältigen, dafür aber solidarische Aktionen wie Kundgebungen vor dem Knast von großer Bedeutung seien. Sie betonte weiter, dass die Zusammensetzung der Frauen im Knast in Frankfurt die gesellschaftlichen Auseinandersetzungslinien im internationalen Maßstab widerspiegeln: Es sitzen hier viele Frauen aus Mittel- und Südamerika sowie Osteuropa wegen kleiner Delikte ein, die sie begehen, um ein für sich und ihre Familien ein gutes Leben zu ermöglichen, das ihnen anders praktisch nicht möglich ist. Ihnen gehört unsere Solidarität.
Grußworte kamen von der Mumia Abu Jamal Gruppe, von Ya Basta Frankfurt und ABC Berlin. Solidaritätsgrüße wurden auch in Farsi und auf Spanisch über den Lautsprecherwagen verlesen, damit möglichst viele Frauen in Preungesheim den Grund unserer Kundgebung nachvollziehen konnten.
Grußbotschaften gab es von Sonja und von Deniz K., der vor einigen Wochen in Nürnberg zu 2,5 Jahren verurteilt wurde…

Grußwort von Deniz:

Liebe Genossinnen und Genossen, man kann uns einsperren, foltern, isolieren und unterdrücken, doch solange der Revolutionär nicht schweigt und weiter kämpft, kann man uns nicht besiegen. Der kapitalistische deutsche Staat versucht uns mit seinem Repressionsapparat abzuschrecken.
Wie immer trifft es Linke und Kommunisten, während faschistische Strukturen aufgebaut und unterstützt werden um sie gegen uns einzusetzen und die Klassengesellschaft aufrecht zu erhalten.
Mich beeindruckt ihre Repression nicht, ganz im Gegenteil, desto mehr sie versuchen mich fertig zu machen desto standhafter bin ich .
Der Staat, die Kapitalisten, die Polizei => sie können uns hassen, aber sie müssen auch lernen uns zu fürchten!
Für den Kommunismus!

13.12. | Solitranspis in München

5.12. | Podcast von Radio Flora


Stellungnahme zum Urteil gegen Deniz K.

Der Antifaschist und Young-Struggle-Aktivist Deniz K. befindet sich seit über 7 Monaten Untersuchungshaft. Anlässlich einer Demonstration in Nürnberg gegen die Verstrickungen der NSU mit dem Staat, soll er versucht haben, mit einer 2 cm dicken Fahnenstange 5 Polizisten zu töten. Am 14. 11. 2012 wurde Deniz zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.
Zum Urteil schrieb das Young Struggle Deutschland-Komitee u.a.:
„Dieses Urteil ist kein Urteil, welches nur gegen Deniz gerichtet ist. Die Repressionswelle ist in den letzten Jahren gegenüber der migrantischen Linken, den Unterstützern des kurdischen Freiheitskampfes in Deutschland und der deutschen Linken besonders gestiegen. Die §-129-Prozesse gegen kurdische Aktivisten, die DHKP-C-Prozesse und die Kriminalisierung des antifaschistischen Kampfes zeigen es deutlich: es ist ein Urteil gegen die, die die revolutionäre Praxis ausüben, gegen revolutionäre Strukturen, gegen Revolutionäre.
Bisher haben viele Gruppen, Organisationen und Genossen_innen aus Deutschland, wie auch aus vielen anderen Ländern, die praktische Solidarität für die Freiheit von Deniz und allen politischen Gefangenen organisiert. Unser Dank geht an alle, die uns und Deniz unterstützt haben. Solidarität ist eine Waffe. Wir haben keine andere Alternative, als uns zu organisieren, Widerstand zu leisten und die revolutionäre Praxis ausbauen.
So schrieb uns unser gefangener Genosse: „Sie können uns hassen, aber sie werden auch lernen müssen, uns zu fürchten!“

Download: Deniz_8_12_12_2012_12_04_Di_18.mp3
Zeit: 6 Minuten

2.12. | Solierklärung des Zentralrats der FDJ

Freie Deutsche Jugend
Zentralrat

Lieber Genosse Deniz,

Das Urteil gegen dich, das vom Landgericht Nürnberg gefällt wurde, ist an Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten. Es ist ein Riesengroßen Skandal. Wenn ein junger Mensch, weil er sich gegen um sich schlagende gepanzerte Polizisten mit einer Fahnenstange zur Wehr gesetzt haben soll, dafür 2 ein halb Jahre ins Gefängnis gehen soll, dann soll hier ein Exempel statuiert werden. Ein Exempel, dass uns zeigen soll: Es ist ein Urteil nicht nur gegen dich, sondern gegen uns alle, die wir uns in diesem Land gegen die bestehenden Verhältnisse und gegen die Staatsgewalt zur Wehr setzen. Ein Urteil gegen uns alle, die wir für eine bessere Zukunft, für unsere Zukunft auf die Straße gehen.

In einem Land, wie Deutschland, wo bis jetzt noch sehr viele satt und zufrieden zu Hause hocken bleiben und sich erst wenige wehren, halten sie es für nötig, dem Rest Angst einzujagen: Haltet bloß die Füße still, sonst ergeht es euch wie Deniz… Kommt ja nicht auf die Idee, es den Griechen oder den Spaniern oder den Portugiesen oder den Franzosen oder den Italienern nachzumachen…

Wie viel Angst müssen sie doch haben, dass die Welle des Protestes aus diesen Ländern bis hierher schwappen könnte. Sie wissen, dass das passieren wird, weil die kapitalistische Krise auch hier, auch wenn die Deutschen bis jetzt denken, sie leben auf der Insel der Glückseligen, ihre brutalen Auswirkungen zeigen wird.

Wie viel Angst müssen sie doch haben vor einem Volk, dass sich wehrt. Wehe uns, wenn wir hier griechische Verhältnisse ausprobieren, wo die Arbeiter mit kurzen, knüppeldicken Fahnenstangen demonstrieren, Arm in Arm in der ersten Reihe, jeder marschiert mit solch einer roten Fahne über der Schulter.

Seit Jahren bereitet sich dieser Staat massiv darauf vor, Protesten und Streiks mit aller Härte und organisiert begegnen zu können. Sie organisieren und zentralisieren die Polizei. Sie stellen alle zivilen Hilfsorganisationen, vorbereitet auf solche „Katastropheneinsätze“ unter das Kommando des Militärs. Sie ändern das Grundgesetz, damit Einsätze der Armee gegen die eigene Bevölkerung wieder möglich sind. Sie haben historische Errungenschaften, wie die Trennung von Polizei und Geheimdiensten, eine Erfahrung aus der Bestialität der faschistischen Gestapo nicht mehr nötig. Demokratische Kontrolle? Was das für ein Humbug ist, zeigt sich doch spätestens an dem staatlich gedeckten NSU. Am gleichen Tag, als das Urteil gegen dich gesprochen wurde, haben sie in Köln das „Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum“ eröffnet.

Auch das ist eine Kriegserklärung gegen uns! Wir sind gemeint! Und aller Protest dagegen ist viel zu milde!

Schließt Euch zusammen. Organisiert euch! Es wird höchste Zeit!

Freie Deutsche Jugend
Zentralrat
November 2012

22.11. | Solierklärung aus Stuttgart

Solidaritätserklärung mit Deniz K.

Die ca. 100 Anwesenden der Veranstaltung „ Mit Auflagenbescheid und Pfefferspray- Repression gegen politisch Aktive“ vom 22. November 2012 im „Linken Zentrum Lilo Herrmann“ , Stuttgart Heslach verabschiedeten einstimmig ohne Enthaltung folgende Erklärung:

„Wir erklären unsere unverbrüchliche Solidarität mit dem vom Landgericht Nürnberg am 14. November 2012 zu 2 1⁄2 Jahren ohne Bewährung verurteilten 19-jährigen revolutionären Antifaschisten Deniz K. und protestieren entschieden gegen diese Kriminalisierung und versuchten Einschüchterung des berechtigten Kampfes aller Antifaschisten.

Wir fordern:
• Vollständige Rehabilitierung des Ansehens von Deniz K.
• Freiheit und Gerechtigkeit für Deniz K.
• Bestrafung der Staatsanwaltschaft und weiterer Verantwortlicher für
diese Rechtsbeugung
• Verbot aller Nazibanden und ihrer volksfeindlichen Propaganda und Auflösung der Geheimdienste
• Keinen Fußbreit den Faschisten

Stuttgart, den 22. November 2012″

Infolinks zur Veranstaltung:

-- Thomas Trüten Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit

19.11. | Spontandemonstration in Stuttgart

Als Reaktion auf das skandalöse Urteil gegen den Antifaschisten und Kommunisten Deniz, sind am Sonntagabend etwa 30 Menschen spontan durch die Stuttgarter Innenstadt demonstriert.
Bekanntlich wurde Deniz am vergangenen Mittwoch in Nürnberg zu zweieinhalb Jahren Knast verurteilt, weil er sich gegen einen brutalen Polizeiübergriff auf eine Demo gewehrt haben soll. Die Demo hatte sich damals gegen die Verbindungen des Inlandsgeheimdienstes und der faschistischen Mörder des NSU gerichtet. Das allein war wohl Grund genug 1. eine Route durch die belebte Innenstadt zu verbieten und 2. die Demo mehrfach brutal anzugreifen und etliche TeilnehmerInnen zu verletzen.

Die Festnahme von Deniz und seine Verurteilung, trotz höchst widersprüchlicher Zeugenaussagen, sollte dabei nicht nur einen aktiven Antifaschisten und die antifaschistische Bewegung als solche einschüchtern. Erklärtes Ziel der Repressionsbehörden war es auch einen politisch aktiven Migranten und Kommunisten zu kriminalisieren. Selten ist in letzter Zeit in einem Prozess so deutlich geworden, dass Repression gegen einen Widerstandsbereich wie den Antifaschismus, immer auch Teil der konterrevolutionären Klassenjustiz ist.

Um ihre Wut gegenüber diesen Verhältnissen auszudrücken und Deniz kämpferische Grüße in den Knast zu senden, zogen die Demonstranten am Sonntagabend mit lauten Parolen, Flugblättern und Pyrotechnik über die zentrale Einkaufsmeile in der Stuttgarter Innenstadt. Um einen bleibenderen Eindruck zu hinterlassen, wurden außerdem am Rande der Demo einige solidarische Parolen gesprüht. Bevor die Polizei auftauchte wurde die Aktion beendet. Festgenommen wurde niemand.

Der Kampf um die Freiheit von Deniz und gegen die herrschende Klassenjustiz geht weiter!
Zeigt euch solidarisch und unterstützt den Genossen!

Freiheit für Deniz – Für den Kommunismus!

Folgender Text wurde während der Demo als Flugblatt verteilt:

Antifaschismus ist nicht kriminell! Freiheit für Deniz!

+++ Polizei greift Demonstration gegen NSU-Terror an +++ 2,5 Jahre Knast für Antifaschisten +++ Angehörige aus dem Gerichtssaal geprügelt+++

Am letzten Mittwoch wurde der Antifaschist und Kommunist Deniz in Nürnberg zu 2,5 Jahren Knast verurteilt. Auf einer Demonstration in Nürnberg gegen die Verstrickungen des Verfassungsschutzes und der Nazi-Mörder des NSU, soll er sich gegen Polizisten die auf die Demonstration einschlugen zur Wehr gesetzt haben.

Die Demonstration hatte sich auch gegen die rassistische Vorverurteilung der Opfer als Kriminelle gerichtet, wie es jahrelang von Polizei und Medien verbreitet wurde. Schon im Vorfeld hatte die Stadt Nürnberg – in der 3 der 10 Morde des NSU begangen wurden – eine Route durch die Innenstadt mit fadenscheinigen Begründungen verboten. Als die DemonstrantInnen ihren Protest dennoch dort äußern wollten, wurden sie von der Polizei massiv angegriffen und zum Teil erheblich verletzt.

Keiner der beteiligten Polizisten wurde bis heute für diese Angriffe zur Rechenschaft gezogen! Einer der Demonstranten, Deniz, wurde jedoch einen knappen Monat später festgenommen und mit dem absurden Vorwurf konfrontiert, versucht zu haben 5 Polizisten mit einer 2cm dicken Fahnenstange umzubringen! In dem Prozess, der nach mehr als 6 Monaten U-Haft begann, konnte dieser konstruierte Vorwurf zwar nicht aufrechterhalten werden – verurteilt wurde Deniz aber trotzdem!

2,5 Jahre Knast hat Deniz nicht wegen der mittlerweile behaupteten angeblich „versuchten Körperverletzung“ bekommen. Er wurde verurteilt, weil er auf den Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der Faschisten und der rassistischen Hetze die immer wieder auch von Staat und Medien ausgeht hingewiesen hat und weil er das mit einer antikapitalistischen Perspektive getan hat und weiterhin tut. Denn in Zeiten in denen überall in Europa die Menschen gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Krise auf die Straße gehen, ist rassistische Spaltung eine Möglichkeit für die Herrschenden die Kontrolle zu behalten. Alle die sich dagegen – wie Deniz – zur Wehr setzen, und für eine Welt ohne Ausbeutung und Rassismus einstehen, werden hingegen als potenzielle Bedrohung präventiv verurteilt.

Deshalb: Gemeinsam kämpfen gegen Rassismus, Faschismus und Klassenjustiz!
Freiheit für Deniz!
Weitere Infos: denizk.blogsport.de

18.11. | Mail nachdem Urteil

Lieber Deniz.

Dich zu fragen, wie geht es dir, wäre glaube ich falsch, weil wie geht es einemschon, der schon 7 Monate Haft hinter sich hat. Ich würde sagen schlecht. Doch du sollst wissen, dass es ganz viele Menschen gibt, so wie mich, die an dich denken…
Dass sie dich ein gesperrt haben, ist ein Zeichen davon, dass es der Justiz niemals darum ging, dich freizusprechen – nein es wird wieder Prügel-Bullen und Zivis geglaubt. Doch sie lügen und das Gericht ist blind dafür.
Bitte: Lieber Deniz! Lass den Kopf nicht hängen! Recke die Faust und nach oben, denn der Kampf um deine Freiheit wird weiter gehen, Genosse.

Solidarische Grüße aus Hamburg wünscht dir Marco

Aktionen im Rahmen der Verhandlungstage

23.10. | Mail vom 1. Prozesstag

Hallo Deniz,

du hast einen gesunden und hoch-motivierten Kampfgeist, dass ist gut so. Lass dich nicht unterkriegen, die Willkür unseres Rechtssystem ist brutal und zeigt uns jeden Tag aufs neue seine Verwahrlosung in sich selbst. Dieser Staat geht über Leichen, koste was wolle, dass sehen wir auch in Baden-Württemberg. In Pforzheim greift man schon seit Jahren zu Methoden, die einem das Leben in Würde zunichte machen. Wir müssen alle aufstehen und uns zur wehr setzen. Ihr seid die Generation die noch vieles vor sich liegen hat, was unsere jetzige Politik im Staat mit Willkür und Arroganz zugrunde richtet. Ich glaube fest an Dich und an das Solikomitee!!

Deine Stephanie Walter

12.10. | Soliadresse aus Zürich

Solidarität mit Deniz

Deniz K., ein junger Antifaschist, sitzt seit dem 21.April 2012 wegen angeblich versuchtem Totschlag in Untersuchungshaft. Er wird beschuldigt, anlässlich einer Antifa Demo vom 31. März 2012 in Nürnberg behelmte Polizisten mit einer Fahnenstange angegriffen zu haben.
Dass diese Anschuldigung lächerlich ist, ist offensichtlich. Sei es in Deutschland , der Schweiz oder anderswo – wer sich politisch revolutionär verhält, wird kriminalisiert. Beliebtes Mittel des Staatsapparates zur Schwächung der Bewegung ist etwa die Versetzung militanter Aktivisten in U-Haft.
Die herrschende Klasse verfolgt den Anspruch, die Strasse und den öffentlichen Raum als Handlungs- und Kampffeld immer mehr zu kontrollieren und zu überwachen. In der kapitalistischen Krise verschärft sich das Bestreben des Staates, revolutionäre und soziale Kämpfe im Keim zu ersticken. Jegliche Bewegung, die sich nicht an die Vorgaben des staatlichen Legalitätsprinzips hält, zum Beispiel mittels Aneignung der Strasse, und damit das vorherrschende Gewaltmonopol in Frage stellt, wird mit repressiven Massnahmen bekämpft. Wir verstehen den öffentlichen Raum als strategischen Ort, dem Klassenkampf Ausdruck zu verleihen und lassen uns deshalb die Strasse als Aktionsfeld um unsere politischen Inhalte zu vermitteln, nicht nehmen.

Kämpfen wir gemeinsam gegen Ausbeutung, Repression und reaktionäre Hetze!
Solidarität mit allen politischen Gefangenen! Solidarität mit Deniz!
Für den Kommunismus!

Antifa, Revolutionärer Aufbau Schweiz

19.09. | Graffiti in Duisburg

13.09. | Soli Graffiti in Stuttgart

13.09. | Soli-Grüße aus dem Urlaub

Lieber Deno,

da das Private bekanntlich auch politisch ist, haben wir uns entschieden
dir auch aus dem Urlaub einen kleinen Soli-Gruß zu senden…

Aus einer kaputten +hust+ Deutschlandfahne und Klebeband haben wir flux ein Transpi gebastelt und am Badesee posiert.

Die Passanten haben nicht schlecht geguckt. Manche hatten anscheinend sogar Angst vor dem Stück Soff.
Mit 2 älteren Leuten kamen wir sogar ins Gespräch. Es waren wohl Alt-Hippies, die sich „lieber ein großes A an Stelle von Hammer und Sichel“ gewünscht hätten. Aber als wir ihnen deine Story geschildert haben, meinten sie so etwas wie: „So ein Müll.“ und „So sieht dieser Rechtsstaat aus: NSU finanzieren und Zecken einsperren.“

Wir hoffen, dir geht es gut und dass du weiterhin Kopf und Faust hochhälst. Diesen Sommer haben dir die Schweine ja versaut, aber nächstes Sommer kannst du bestimmt schon wieder baden gehen und vielleicht sehen wir uns dann ja am See, auf einer Demo oder bei einem Festival.

Du bist weder allein, noch vergessen!

Soli-Grüße
vom Autonomen Urlaubskollektiv

17.07. | Soli Graffiti in Mannheim

14.7. | Riga, Lettland. Aktion „Freiheit für Deniz“

riga

02.07. | Solaktion auf dem Fusion Festival 2012

Während der Fusion 2012 entrollten Genossinnen und Genossen aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt ein Transparent und verteilten Flyer mit der Aufschrift „Free Deniz and all political prisoners!“

30.06. | Solistand auf dem Mazlum Dogan Festival

27.06. | Brief an Deniz aus Fürth

Hallo Deniz,
das Fürther Bündnis gegen Rechts möchte Dir auf diesem Wege solidarische Grüße übermitteln.
Es ist eine Sauerei, wie man Dich behandelt. Es ist eine Sauerei, dass man Menschen, weil sie sich gegen Neonazis engagieren, verfolgt und kriminalisiert! Anstatt die Nazis einzusperren, wird der Spiess umgedreht und gegen Nazigegner vorgegangen.
Wir werden versuchen mitzuhelfen, dass Du endlich frei kommst! Lass Dich nicht entmutigen!
In den nächsten Tagen überweisen wir 100€ auf das Solikonto!
Viele Grüsse
Fürther Bündnis gegen Rechts!

P.s.: Bitte gebt das Schreiben an Deniz weiter!

27.06. | Soliaktion für verhaftete Studierende in der Türkei und für Deniz

Am 27.06.2012 veranstaltete die Initiative Solidarität mit den verhafteten Studierenden Frankreich (TÖDI) eine Protestaktion für die über 700 verhafteten Schüler und Studenten in der Türkei.
Nach Presseerklärungen organisierte, die sich versammelte Masse eine Spontan Demonstration, in dem sie die Straße versperrte mit Slogans wie „Hoch die Internattionale Solidarität“, „Kurdistan wird das Grab des Faschismus“. Mit Agitationen zog die Demonstration die Straße hinauf, die zur türkischen Botschaft führte. Dort wurden für die Freiheit von Deniz auch Reden gehalten und Unetrschriften gesammelt.

Video zum Fall Deniz

Video auf

Solidaritätserklärung aus Kroatien/Serbien

Contrary to propaganda that we live in a World of „freedom and democracy“, imperialism uses all means to destroy its opposition, especially those who fight for a world without exploitation. We have seen how Croatia also participates in the struggle against those fighting for a just World with the arrest of Turkish student activist Başak Şahin Duman who is currently in jail in Zagreb awaiting extradition to Turkey, country with large number of political prisoners, and a country which regularly tortures prisoners.

At the same time, German state is attacking the antifascist movement. In recent months, the police attached huge antifascist and anti capitalist mobilizations on the First May in Berlin, the Blockupy movement in Frankfurt and the blockade of nazi-march in Hamburg. Before that, on the 31th of March, the police attacked an antifascist demonstration in Nürnberg and injured four people. An antifascist activist from Stuttgart, Deniz K. was arrested and charged for attempted murder of two policeman with a flag pole! This ridiculous accusation is the result of the fact that this Nürberg demonstration also warned about the connections between state structures and Nazi terror. To their word of dictatorship of the capital, of wars and repression we oppose our international solidarity.

Free Deniz K. and all political prisoners!

Red Action Osijek, Croatia
Red Action Zagreb, Croatia
Red Action Split, Croatia
Red Iniciative, Belgrade, Serbia

http://crvena-akcija.org/index.php/international/english/488-free-deniz-k-and-all-political-prisoners

21.06. | Soliaktionen in Lausanne und Rotterdam

16.06. | Plakatwand in Berlin

26.05. | Nürnberg nachgereichtes Grafitti beim Fight Back festival

16.06. | Solikundgebung in Dusiburg und Paris

16.06. | Transpiaktion in Hamm

15.06. | Solibild zu später Stunde vom Grillen in Fürth

Aktion vor dem deutschen Konsulat in Den Haag

12.06. | Kundgebung in Wien und London

Solitranspiaktion in Leipzig

Soli für Deniz im Rahmen der Sans-Papier Mobilisierung in Basel

14.06. | Graffitis in Hamburg, Kundgebung in Basel und Ulm

14.06. | Soliaktionen in Berlin

13.06. | Kundgebungen in Mannheim und Paris

13.06. | Flashmobs in Nürnberg

13.06. | Transpiaktionen in Aachen